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Verschiedene Sorten von Krankenversicherungen

In Deutschland sind Menschen generell durch eine gesetzliche Krankenversicherung vor den Folgen von Unfällen oder Krankheit geschützt.

Zusätzlich dazu können aber zum Beispiel Selbständige, Freiberufler, Beamte und Angestellte ab einem gewissen Monatsgehalt eine zusätzliche, private Krankenversicherung abschließen.

    Bei der privaten Krankenversicherung gibt es grundsätzlich mehrere verschiedene Arten, für die man sich entscheiden kann: es gibt die Zusatzversicherung, die Teilversicherung und die Vollversicherung, aufgezählt von der Option mit den billigsten monatlichen Beiträgen zu den teuersten.

    Die Zusatzversicherung wird, wie der Name schon suggeriert, als eine Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung abgeschlossen. Typische Zusatzversicherungen sind zum Beispiel die Reisekrankenversicherung, Krankenhaustagegeld, Krankentagegeld und Zahn-Zusatzversicherungen, deren Dienstleistungen nicht oder nur ungenügend durch den gesetzlichen Schutz abgedeckt sind.

    Bei der privaten Teilversicherung übernimmt die private Krankenversicherung nur einen Teil der Absicherung, der Rest wird durch andere Hilfen abgesichert. Bei Beamten ist das zum Beispiel der Dienstherr, der eine Beihilfe leistet. Die Höhe dieser Beihilfe kann je nach Familienstand und Gehaltsklasse variieren und zwischen der Hälfte und 80% der Kosten ausmachen.

    Dem Namen folgend leistet die private Vollversicherung eine komplette Abdeckung aller nötigen Versicherungsleistungen. Dabei kann es sich um ambulante Versorgung durch medizinisches Personal, ärztliche Behandlungskosten, Medikamente, Untersuchungen oder auch einen kompletten Aufenthalt im Krankenhaus handeln. Auch Dinge wie Mutterschaftsurlaub, Unfallfolgekosten oder Krankentagegeld, wenn keine Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber mehr gezahlt wird, werden von vielen privaten Krankenkassen abgedeckt.

    Nur manchmal sind in der privaten Vollversicherung Erstattungen von Zahnbehandlungen enthalten, meistens gibt es nur eine Teilerstattung für Zahnersatz und Kieferorthopädie.

    Der monatliche Beitrag einer privaten Krankenversicherung richtet sich nach den angebotenen Leistungen, aber auch dem Einkommen und den generellen Gesundheitsrisiko des Versicherten, das meist durch eine Einstufung in Altersklassen ermittelt wird.

    Wegen der unterschiedlichen Beitragshöhen ist es unbedingt notwendig, das man die einzelnen Versicherungen gründlich miteinander vergleicht, bis man diejenige herausgefunden hat, die am besten zur eigenen Situation passt. Bei vielen Versicherungsplänen kann man sparen, wenn man unnötige Leistungen gleich von vorneherein weglässt, wie zum Beispiel Einzelzimmeranrecht beim Krankenhausaufenthalt, Untersuchung durch den Chefarzt, Zusatzkosten bei Krankenhausaufenthalten wie Kinderbetreuung oder Fahrtkosten, oder ähnliches. Dabei sollte man sich natürlich an der eigenen, persönlichen Situation orientieren, auf was man verzichten kann und auf was nicht.

    Auch wegen der oftmals sehr unterschiedlichen Leistungen lohnt es sich hier, einen gründlichen Vergleich mehrerer privater Versicherungen anzustellen. Dabei sollte man neben den Beiträgen nicht nur auf diejenigen Leistung achten, die im Versicherungsplan enthalten sind, sondern vor allen Dingen auf diejenigen, die ausgeschlossen bleiben.

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